Fahrgast soll Taxifahrer nach Fahrt quer durch Europa geprellt haben

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An diesem Tag holte er einen ihm bereits bekannten Fahrgast in Monte Carlo ab. Die Reise habe laut dem Geschädigten rund einen Monat gedauert, wobei der Sprecher sagte, dass der 47-Jährige für seinen Fahrgast schon des öfteren Transportfahren unternommen hätte, wodurch sich ein freundschaftliches Verhältnis zwischen den beiden entwickelt habe - anders wäre die ganze Sache auch nicht nachvollziehbar. Von England aus ging es weiter nach Zilina in der Slowakei und dann wieder nach Norden, nämlich ins deutsche Bad Münstereifel, wo Fahrer und Passagier ein Hotel aufsuchten.

Dort stand immer noch das Taxi des 47-jährigen Fahrers. Gemeinsam mit dem Fahrgast habe er dort zwei Tage im Hotel verbracht. Der Auftrag führte ihn auf eine Fahrt von dort über Nizza, weiter über Brüssel bis nach London. Hier endete die Fahrt allerdings bei Weiten noch nicht. Allerdings konnte der Gast die angefallenen 18.000 Euro nicht bezahlen. Den Angaben zufolge erzählte der Fahrgast dem Taxifahrer, er verfüge durchaus über das nötige Kleingeld. Also habe sich das Duo - diesmal per Flugzeug - auf den Weg nach Mexiko gemacht, berichtete der Taxifahrer.

Doch als die Auftragsfahrt dort zu Ende ging, war der Fahrgast nicht in der Lage, die mittlerweile auf stolze 18.000 Euro aufgelaufenen Fahrtkosten zu zahlen. Der Taxifahrer habe daraufhin seine Ehefrau gebeten, ihm Geld für den Rückflug zu überweisen. Von Toronto (Kanada) aus flog er über Reykjavik (Island) nach London - und von dort wiederum endlich nach Hause. Dort will der Wiener Taxler den Mann, den er aus der Vergangenheit kennt, dessen Namen er aber nicht mehr weiß, abgeholt haben. Der aus Wien stammende Taxifahrer habe sich an die Polizei im Kreis Euskirchen gewandt, weil er angenommen hatte, sein Fahrgast komme aus dem Kreis.

Ein Euskirchner Polizeisprecher bestätigte gegenüber der APA, dass eine entsprechende Anzeige entgegen genommen worden ist. "Wir haben die Ermittlungen eingeleitet", sagte ein Pressesprecher der Polizei Euskirchen auf Anfrage unserer Redaktion.

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