Ex-Vizekanzler Rösler wechselt zu chinesischem Staatskonzern

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Diese Nachricht schlug in der Wirtschaft wie eine Bombe ein: Der frühere Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) wechselt zur chinesischen Mega-Gruppe HNA, die unlängst auch den Flughafen Hahn gekauft hat. Das sagte ein WEF-Sprecher am Mittwochabend auf Anfrage.

Die HNA-Group spielt eine zwielichtige Rolle auf dem internationalen Parkett. Die chinesische Gruppe, die 9,9 Prozent an der Deutschen Bank sitzt, steht unter verstärkter Beobachtung wegen intransparenter Strukturen und angeblicher früherer Strohmänner. Die Gesellschaft war in den vergangenen Jahren einer der großen Treiber von chinesischen Übernahmen im Ausland.

Der Wechsel des Ex-FDP-Chefs zu HNA gilt als Zeichen, dass sich der Mischkonzern noch stärker auf Europa und vor allem Deutschland fokussieren will. HNA hält bereits rund zehn Prozent an der Deutschen Bank. Der ehemalige Vizekanzler war beim Weltwirtschaftsforum seit Februar 2014 im Vorstand für Regierungsbeziehungen zuständig. BeobachterInnen fragen sich seit längerem, wie sich der Konzern, der vor allem in der Touristik und der Luftfahrt engagiert ist, finanziert und wer tatsächlich hinter dem Treiben steckt.

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