Trump ruft Russland zur Hilfe bei Nordkorea-Krise auf

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Beim Besuch von US-Präsident Donald Trump in China sind weitere Wirtschaftsabkommen mit einem Umfang von rund 250 Milliarden US-Dollar geschlossen worden.

Ein weiteres Ergebnis des Treffens zwischen Trump und Moon ist, dass ein Abkommen zwischen den USA und Südkorea zur Beschränkung der Größe von Raketensprengköpfen gelockert werden soll. Auch war unklar, was ohnehin lange geplante Geschäftsvorhaben waren, die nur anlässlich des Besuches besiegelt wurden.

Ein Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin kündigte an, dass Putin und Trump in dieser Woche beim Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Vietnam über Nordkorea sprechen würden. In einem am Sonntag gesendeten Interview hatte der US-Präsident ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un nicht ausgeschlossen, nachdem er zuvor Verhandlungen mit Pjöngjang über dessen Atom- und Raketenprogramm als Zeitverschwendung abgetan hatte. Der Aufenthalt wird vom Konflikt mit Nordkorea überschattet, ein Schwerpunkt der US-Regierung ist zudem der Handel. Unter seiner Führung bauten die USA das "Militär komplett neu auf", sagte Trump. Die USA und ihre Verbündeten machten hierbei "viele Fortschritte".

Zum Auftakt des zweiten Besuchstages hatte Xi Jinping die militärische Ehrengarde für den US-Präsidenten aufmarschieren lassen. "Wenn du Frieden willst, musst du jederzeit mit Stärke agieren", sagte Trump. "Daran habe ich keinen Zweifel", fügte Trump hinzu.

Zu seiner Meinung zu einer diplomatischen Lösung in der Nordkorea-Angelegenheit befragt, sagte Trump, es sei schwierig zu sagen, ob es wahrscheinlich erfolgreich ausgehen werde oder nicht.

Trump äußerte sich vorsichtig optimistisch über die Nordkorea-Krise. Die USA könnten dem Norden ihre Spielkarten nicht zeigen. Er empfinde "herzliche Gefühle" für Chinas Staats- und Parteichef. Allerdings hat China mit seinem staatsgelenkten Wirtschaftssystem zahlreiche Möglichkeiten, andere Aspekte der als "America First" bekannten Trump'schen Agenda zu berücksichtigen und so für eine regelrechte Auftragsflut zu sorgen, die US-Firmen zugutekommt, und zugleich chinesische Investments auf US-Boden anzuleiern. Frühere Präsidenten, darunter auch Trumps Vorgänger Barack Obama und George W. Bush, hatten die Pufferzone zwischen den beiden verfeindeten Ländern besucht. Abends hatte Xi Trump zu einem privaten Essen eingeladen.

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