Opel-Umbau soll ohne Kündigungen ablaufen

Einstellen Kommentar Drucken

Zudem sollen der Mitteilung zufolge alle neuen Opel-Modelle im Technischen Entwicklungszentrum in Rüsselsheim entwickelt werden. Die Umstellung der Opel-Modelle auf PSA-Plattformen soll bereits 2024 abgeschlossen sein. Bis dahin soll ein operativer Gewinn in Höhe von 2 Prozent des Umsatzes erreicht werden.

Erreichen will man das durch intensivste Nutzung der PSA-Strukturen.

Durch eine schlankere Produktpalette, eine kostengünstigere Produktion sowie einen gemeinsamen Einkauf will Opel/Vauxhall bis 2020 jedes Jahr 1,1 Milliarden Euro Kosten einsparen. Die Gewinnschwelle soll zukünftig bereits mit 800.000 Fahrzeugen erreicht werden, bis 2024 sollen zudem alle Modellreihen elektrifiziert werden.

Opel will bei der Reduzierung der Co2-Emissionen nach eigenen Angaben "die Führungsrolle" übernehmen. Jeder Opel wird in der Herstellung um 700 Euro günstiger. Die Effizienz bei Marketingausgaben soll um mehr als 10 Prozent verbessert werden. Ziel sei es zudem, sich beim Verhältnis von Lohnkosten und Umsatz Richtung Branchenbenchmark zu entwickeln.

Darüber hinaus sollen bis 2020 die Prozesse innerhalb der Produktion sowie der Verwaltung optimiert werden.

Die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der Werke werde zu neuen Produktvergaben führen, was wiederum der Auslastung für das kommende Jahrzehnt zu Gute kommt. Damit wird unsere Zukunft gesichert und zugleich die Entwicklung der Groupe PSA durch deutsche Ingenieurskunst bereichert. Die Umsetzung hat bereits begonnen. Der Gang nach China und Brasilien werde darüber hinaus geprüft, kündigte der Opel-Chef an.

Der Plan verfolge das klare Ziel, alle Werke in Europa zu behalten und betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Die Lohnkosten sollten durch innovative Arbeitszeitkonzepte, freiwillige Abfindungsprogramme oder Angebote für Altersteilzeit gesenkt werden.

► Alle neuen Opel-Modelle werden in Rüsselsheim entwickelt, das Designzentrum bleibt also erhalten.

Am Sitz in Rüsselsheim sollen überdies "globale Kompetenzzentren für die gesamte PSA-Gruppe" entstehen. Als erste Aufgabenfelder sind die Entwicklung von Brennstoffzellen, ausgewählten Assistenzsystemen und Technologien zum automatisierten Fahren vorgesehen. Insgesamt wird sich die Anzahl der von Opel/Vauxhall verwendeten Pkw-Plattformen bis 2024 von gegenwärtig neun auf zwei verringern. Darüber hinaus findet eine Reduzierung bei den Antriebs-Familien von aktuell zehn auf vier statt.

Opel/Vauxhall wird schneller als zunächst erwartet auf die effizienten und flexiblen Architekturen der Groupe PSA wechseln.

"Dies ist ein großer Tag für Opel", sagte der neue Opel-Chef Michael Lohscheller. Darüber hinaus prüft Opel mittelfristig weltweit weitere, profitable Exportchancen.

Comments