Opel hat keine Zeit zu verlieren — PSA-Chef Tavares

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Opel hat seinen neuen Strategieplan "PACE!" vorgestellt, mit dem das Unternehmen nach dem Verkauf an den französischen PSA-Konzern wieder rentabel und wettbewerbsfähig gemacht werden soll. Es ist auch eine schnelle Entwicklung von Elektrovarianten für jede Baureihe vorgesehen.

Durch eine schlankere Produktion und einen gemeinsamen Einkauf sollen bis 2020 jedes Jahr 1,1 Milliarden Euro eingespart werden.

Der Chef des Rüsselsheimer Herstellers Michael Lohscheller kündigte im Beisein von PSA-Vorstand Carlos Tavars an, dass Opel bei CO2-Emissionen europaweit eine Führungsrolle einnehmen will. Sparen will man auch durch den "Abbau von Komplexität", zum Beispiel in der Verwaltung. Darüber hinaus ist eine Reduzierung bei den Antriebs-Familien von aktuell zehn auf vier geplant. Dafür werden auch zwei Modelle, die noch auf der Technik des früheren Eigners General Motors basieren, in den Werken Eisenach und Rüsselsheim durch neue Projekte auf PSA-Plattformen ersetzt. "Damit wird unsere Zukunft gesichert und zugleich die Entwicklung der Groupe PSA durch deutsche Ingenieurskunst bereichert", erklärte der Opel-Chef. Die Umsetzung hat bereits begonnen. Die Lohnkosten sollten durch innovative Arbeitszeitkonzepte, freiwillige Abfindungsprogramme oder Angebote für Altersteilzeit gesenkt werden. "Dies führt zu Skaleneffekten und Synergien, die ihren Beitrag zur Gesamtprofitabilität leisten", so Lohscheller.

Am Sitz in Rüsselsheim sollen überdies "globale Kompetenzzentren für die gesamte PSA-Gruppe" entstehen. Als erste Aufgabenfelder wurden die Entwicklung von Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen, Assistenzsystemen und Technologien zum automatisierten Fahren genannt.

Schub soll auch der Vorstoß in neue Märkte außerhalb Europas geben, die Opel unter der bisherigen Mutter Gm bislang erwehrt blieben.

Mehr Details will Opel morgen bekanntgeben. "Pace wird für einen sofortigen Leistungsschub sorgen. Die Treppe wird von oben gekehrt", sagte Lohscheller.

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