Mob in Indien zündet Elefanten-Baby an

Einstellen Kommentar Drucken

Asiatische Elefanten sind etwas kleiner als ihre afrikanischen Verwandten, aber immer noch imposant: Ein Bulle wird bis zu fünf Tonnen schwer und erreicht eine Höhe von drei Metern. Flammen schlagen an den Hinterbeinen des Jungtiers hoch, es hat das Maul vor Schreck weit aufgerissen.

Ein grölender Mob hat in Indien brennende Teerklumpen und Böller auf eine Elefanten-Mutter und ihr Jungtier geschleudert! Die Aufnahme stammt von Biplab Hazra aus dem indischen Bundesstaat Westbengalen, wo der Konflikt zwischen Mensch und Tier schon lange schwelt, wie die BBC berichtet. Der Fotograf betitelte sein Werk, mit dem er einen Wettbewerb des Sanctuary Magazine gewann, mit "Hell is here". Hier, im Regierungsbezirk Bankura, entstand sein preisgekröntes Foto. In Indien leben nach offiziellen Schätzungen rund 30.000 Elefanten, das entspricht 70 Prozent der weltweiten Population. Deshalb würden die Menschen zu immer drastischeren Maßnahmen greifen.

Von einer friedlichen Koexistenz der streng geschützten Tiere mit den Menschen kann in Indien nicht die Rede sein.

Die riesigen Tiere verwüsten jedoch häufig Felder der Dorfbewohner, weil sie in ihren natürlichen Lebensräumen immer weiter zurückgedrängt werden. Dabei werden mitunter auch Menschen zu Tode getrampelt. Die Dorfbewohner ihrerseits versuchen aufdringliche Elefanten zu vergrämen und töten sie sogar - obwohl die Dickhäuter laut IUCN als "stark gefährdet" gelten. Hazra erinnerte sich, wie das Kalb bei seiner Flucht geschrien habe.

Der Fotograf weiter: "Für diese klugen, sanften und geselligen Tiere, die seit Jahrhunderten das Land bevölkern, ist die Hölle hier und jetzt." .

Comments