Haft auf Bewährung für geständigen Schweizer Spion

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Nun hat ein Gericht den geständigen Mann zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldzahlung verurteilt.

Auf der Grundlage seines Geständnisses ist der Schweizer Spion Daniel M. zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden.

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Deutschland) sah den Vorwurf der geheimdienstlichen Agententätigkeit als erwiesen an und verfügte zudem, von dem 54-Jährigen 25.000 Euro einzuziehen. Der Angeklagte hatte gestanden, im Auftrag des Schweizer Geheimdienstes zwischen 2011 und 2015 die nordrhein-westfälische Finanzverwaltung ausspioniert zu haben. Das Urteil kam nicht überraschend, nachdem sich die Prozessbeteiligten über eine Bewährungsstrafe im Gegenzug für ein Geständnis geeinigt hatten.

Der Spion hatte zugegeben, vom Schweizer Nachrichtendienst des Bundes insgesamt 13.000 Euro und 15.000 Franken für Spionage erhalten zu haben. Auf den CDs, die die aussionierten Steuerfahnder auswerteten, waren Daten deutscher Steuerbetrüger, die Kunden von Schweizer Banken waren.

In ihrem Plädoyer hatte die Bundesanwaltschaft in der vergangenen Woche eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung gefordert. Dort und im Wetteraukreis waren im Rahmen der Festnahme mehrere Wohn- und Geschäftsräume untersucht worden.

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