Gericht verordnet VW externen Sonderprüfer für "Dieselgate"

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Im Skandal rund um den Einsatz manipulierter Software in Dieselfahrzeugen der Volkswagen AG wird nun ein unabhängiger Sonderprüfer tätig. Dies hat der Senat des Oberlandesgerichts Celle in einem Beschluss entschieden, bestätigte eine Sprecherin des Gerichts. Damit war die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz in letzter Instanz erfolgreich.

VW erklärte, man habe die Gerichtsentscheidung zur Einsetzung eines Sonderprüfers zur Kenntnis genommen, halte diese aber für unzutreffend. Die Aktionärsvertreter erhoffen sich Aufklärung darüber, ob VW-Vorstand und -Aufsichtsrat im Zusammenhang mit dem Dieselskandal ihre Pflichten verletzt und dem Unternehmen Schaden zugefügt haben. Mit diesem Thema befasst sich auch schon die Staatsanwaltschaft Braunschweig.

Die Dieselaffäre war vor knapp zwei Jahren ins Rollen gekommen, als VW nach US-Ermittlungen einräumte, in Millionen von Fahrzeugen eine Schummelsoftware eingebaut zu haben.

Zum Sonderprüfer wurde laut Spiegel Online der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Rüdiger Reinke von der Kanzlei Rölfs bestellt. Insbesondere soll der Prüfer dem Bericht zufolge untersuchen, wann der Vorstand erstmals Kenntnis von der Abgasproblematik hatte oder hätte haben müssen - und ob er gegen Veröffentlichungspflichten verstoßen hat, indem er den Kapitalmarkt nicht rechtzeitig informierte. Auch andere Autobauer, darunter Daimler, sehen sich mit solchen Vorwürfen konfrontiert.

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