Freispruch für Sterbehilfe-Arzt Johann S. in Hamburg

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Damit geht ein jahrelanges, juristisches Ringen zu Ende.

Der 75-Jährige war angeklagt worden, weil er zwei über 80-jährigen Frauen im November 2012 tödliche Medikamente gebracht hatte. Ihm werde versuchte Tötung auf Verlangen durch Unterlassen vorgeworfen. Reine Sterbehilfe ist nicht strafbar. Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre Haft für den Mediziner gefordert. Sie hätten mit ihrer Entscheidung gehadert, dann aber doch die todbringenden Mittel eingenommen.

Die beiden Frauen hätten "ernsthaft" und mit "innerer Festigkeit" über längere Zeit den Wunsch verfolgt, zu sterben und eine entsprechende Patientenverfügung verfasst, sagte der Vorsitzende Richter Matthias Steinmann in der Urteilsbegründung.

Damit folgte das Gericht den Ausführungen der Verteidigung, die auf Freispruch plädiert hatte. "Die Damen haben sehr planmäßig gehandelt", betonte er im Prozess.

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