Deutsche Telekom hebt Ergebnisprognose wegen US-Geschäft an

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Der Free Cashflow kletterte zugleich von 4,05 Milliarden Euro auf 4,4 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr soll beim um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 22,4 bis 22,5 Milliarden Euro auf der Basis konstanter Wechselkurse erwirtschaftet werden, wie das Dax-Unternehmen am Donnerstag in Bonn mitteilte. "Unser boomendes US-Geschäft und unsere starke Performance in Deutschland sowie die positiven Trends in den europäischen Landesgesellschaften machen das möglich", sagte Telekom-Chef Tim Höttges laut Mitteilung. Wegen eines schlechtes Auftrageingangs schrieb das Unternehmen nun 1,2 Milliarden Euro auf das operative Geschäft der Sparte ab.

Erst am Wochenende hatte der Konzern in den USA aber einen Rückschlag erlitten: Die langwierigen Verhandlungen über eine Fusion mit dem kleineren Wettbewerber Sprint wurden abgebrochen. Wegen einer milliardenschweren Abschreibung auf die Großkundensparte T-Systems sank der Gewinn um mehr als die Hälfte auf 507 Millionen Euro. Unter dem Strich hat sich der Neunmonatsgewinn aufgrund von Sondereffekten auf 2,13 Milliarden Euro mehr als halbiert, bereinigt um diese Faktoren weist die Deutsche Telekom dagegen einen Gewinnanstieg von 3,14 Milliarden Euro auf 3,38 Milliarden Euro aus. Die Telekom gab damit im Vergleich zu den Erwartungen des Marktes ein gemischtes Bild ab. Analysten hatten bei Erlösen von 18,37 Milliarden Euro mit einem bereinigten Betriebsgewinn in Höhe von knapp 5,62 Milliarden Euro gerechnet.

Die Telekom muss dennoch weiterhin viel Geld in die Hand nehmen, um die Weichen für künftiges Wachstum zu stellen. Die Frequenzen sollen im kommenden Jahr veräußert werden. Ende September lag die Netto-Verschuldung der Telekom bereits bei 52,6 Milliarden Euro.

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