Windturbinenbauer Siemens Gamesa streicht 6000 Stellen

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Siemens war führend im Bau von Windrädern auf See, während Gamesa auf Anlagen an Land spezialisiert war.

Der Windturbinenhersteller, der aus der Fusion einer Siemens-Sparte und dem spanischen Konkurrenen Gamesa entstanden ist, verschärft seinen Sparkus. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern haben noch nicht begonnen. Der Abbau von 700 Stellen war schon bekannt.

Auch soll das Produktangebot für Winderngieanlagen an Land deutlich ausgedünnt werden - um rund 65 Prozent. Sie sollen im dritten Jahr erreicht werden, 12 Monate früher als geplant. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen ging um 63 Prozent auf 192 Millionen Euro zurück. Abschreibungen auf Lagerbestände vor allem in USA und Südafrika waren der Grund dafür gewesen. €. Das Unternehmen tauschte in der Folge einige Vorstände aus: Sowohl der Finanzchef als auch der für Meeresturbinen zuständige Manager musste gehen.

MünchenDer Windkraftanlagenbauer Siemens Gamesa streicht nach der Fusion bis zu 6000 Arbeitsplätze.

Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf knapp 11 Milliarden Euro. Das wären 630 Millionen bis 770 Millionen Euro Ebit. Im Schlussquartal schrieb das Unternehmen rote Zahlen: Der Nettoverlust belief sich auf 147 Millionen Euro. Der spanisch-deutsche Konzern will sich angesichts eines erwarteten Umsatz- und Gewinneinbruchs innerhalb von drei Jahren von mehr als einem Fünftel der rund 26.000 Mitarbeiter trennen. Die bereinigte Ebit-Marge dürfte bei 7 bis 8 Prozent liegen, nach 7 Prozent im Vorjahr.

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