Pest breitet sich in Madagaskar aus

Einstellen Kommentar Drucken

Auf der Insel Madagaskar im Indischen Ozean hat sich die Zahl der Pest-Erkrankungen innerhalb weniger Tage auf mehr als 1.150 Fälle verdreifacht. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag in Genf mitteilte, starben in dem Inselstaat vor der Ostküste Afrikas in diesem Jahr bereits 94 Menschen an der ansteckenden Krankheit.

Die Behörden in Antananarivo hatten am Donnerstag noch von knapp über 900 Erkrankungen gesprochen, bei denen die meisten Menschen an der hochgefährlichen und leicht übertragbaren Lungenpest leiden. Es müsse mit weiteren Fällen gerechnet werden.

Kleinere Ausbrüche der sogenannten Beulenpest sind in Madagaskar nicht ungewöhnlich. Die WHO hat Antibiotika zur Behandlung und Prophylaxe nach Madagaskar geschickt. Seit 1980 gibt es vor allem auf dem Land fast jedes Jahr Fälle.

Bei der Massenerkrankung handelt es sich überwiegend um die leicht übertragbare Lungenpest. Der Erreger wird meist durch infizierte Flöhe von Ratten übertragen. Die Bakterien lösen zunächst Symptome wie bei einer schweren Grippe aus, dann schwellen Lymphknoten zu dicken Beulen an. Bei früher Diagnose sind die Heilungschancen durch Antibiotika sehr hoch.

Die Lungenpest wird durch Tröpfchen übertragen und kann sich rasch ausbreiten.

Comments