"Tagesthemen"-Moderatorin: Nach ihrem Kommentar gegen Rassismus: Anja Reschke berichtet von Morddrohungen"

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Nun erzählte Reschke in der "Zeit" erstmals öffentlich von den Anfeindungen und Morddrohungen, die sie im Anschluss erhalten hatte.

Daraufhin überlegte sich die Journalistin, nicht mehr in Sendungen zu gehen und keine weiteren Kommentare mehr zu sprechen. "Einmal hat jemand bei der Polizei angerufen und gesagt, ich läge zerstückelt in meiner Küche." erklärt die Moderatorin gegenüber der Wochenzeitung. Aber dann dachte ich: "Das kann doch nicht sein, das ist doch dein Job, du hast nichts Falsches gemacht". Daraufhin habe plötzlich eine voll bewaffnete Polizeieinheit vor ihrer Tür gestanden.

Die Erfahrung mit dem Hass aus dem Netz habe Spuren hinterlassen. Wenn jemand auf sie zukommt und sagt: "Sie sind doch Frau Reschke", dann hält die 45-jährige kurz inne und fragt sich: Freund oder Feind? Die Morddrohungen und Vergewaltigungsphantasien erschreckten sie, sagte Reschke: "Viel mehr erschüttert aber hat mich diese rassistische Welle unter dem bürgerlichen Deckmantel".

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