Sex, Drogen, Berlin: Hält Serie "Babylon Berlin", was sie verspricht?

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Als vielleicht größten Reiz von Babylon Berlin betitelt Volker Bruch die extremen Kontraste der damaligen Zeit, die durch die Darsteller wiedergespiegelt würden: "arm und reich, dazu unterschiedliche politische Visionen, um die hart gekämpft wurde". Tom Tykwer, der mit seinen Kollegen Achim von Borries und Henk Handloegten viereinhalb Jahre lang an dem Projekt gearbeitet hat, ist spürbar verliebt in "Babylon Berlin" - keine Serie der leisen Töne, sondern eine, um sich sattzusehen, mal derb, mal glamourös. Mit Produktionskosten von 40 Mio. "Ich freue mich, dass die Serie überall auf der Welt zu sehen ist", erklärt er gegenüber prisma. Von der Qualität der Serie "Babylon Berlin" können wir uns noch heute überzeugen. "Babylon Berlin" basiert auf Romanen von Volker Kutscher. In der ersten Episode lernt er die Stenotypistin Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) kennen, die nachts als Gelegenheitsprostituierte Geld verdient, damit sie die Miete für das Rattenloch bezahlen kann, in dem sie mit ihrer Familie haust. Die Ermittlungen führen die beiden schließlich in eine Welt zwischen kommunistischen Unruhen und aufkeimendem Nationalsozialismus. Scharf akzentuierte Bilder von nächtlichen Hinterhöfen zitieren die expressionistische Filmkunst dieser Zeit, und wenn ein feister Geschäftsmann sich im "Moka Efti" gierig gebratenen Oktopus in den Mund gabelt, ist zum Thema Dekadenz alles gesagt - Halligalli in der Hauptstadt.

Geht es nach den Machern, wird "Babylon Berlin" ein Straßenfeger wie einst "Das Boot", an dessen Fortsetzung Sky gerade bastelt.

"Babylon Berlin", ein Gemeinschaftsprojekt von Sky und ARD, läuft an diesem Freitag in Deutschland auf Sky an und führt ins Berlin der zwanziger Jahre. Kein Wunder, dass schon zwei weitere Staffeln in Auftrag gegeben wurden.

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