Happy Birthday zum 56. Geburtstag | Darum ist das Ampelmännchen so niedlich

Einstellen Kommentar Drucken

Heute ist es auf den Tag genau 56 Jahre her, dass der Verkehrspsychologe Karl Peglau seine neuesten Entwürfe präsentierte, um den Verkehr in der Stadt sicherer zu machen. Nach und nach wurden ab 1994 die Verkehrsanlagen erneuert, das Ost-Ampelmännchen wurde gegen den Westkollegen ausgewechselt. Auf der Startseite der Suchmaschine gibt es heute ein Ampelmännchen-Doodle.

Peglau, der 2009 im Alter von 82 Jahren starb, arbeitete beim Medizinischen Dienst des DDR-Verkehrswesens. Wegen der damals zahlreichen Verkehrsunfälle entwarf er die heutigen Kultfiguren im Oktober 1961 - eigens als Signal für Fußgänger.

Peglau selbst sagte laut der Website der Marke Ampelmann einmal zum Erfolg seiner Figuren: "Vermutlich liegt es an ihrem besonderen, einer Beschreibung kaum zugänglichen, Fluidum von menschlicher Gemütlichkeit und Wärme, wenn sich so viele Menschen von diesen Symbolfiguren der Straße angenehm berührt und angesprochen fühlen".

Beim Entwerfen half Peglaus Sekretärin mit. Die Figuren aus dem Westen sind im Vergleich dazu schmal und kantig.

Beim Hut war sich Peglau zunächst sehr unsicher. Denn der Hut galt in der DDR als kapitalistisches Symbol.

So berichtet es die Ampelmann GmbH, die heute mehrere Hundert verschiedene Ampelmann-Produkte verkauft.

Karl Peglau, der Erfinder des Ampelmännchens, 2007 in Berlin. Doch es steckt viel mehr hinter den putzigen grünen Männchen. Auf den Souvenirs mit Ampelmann-Logo läuft der Mann dennoch nach rechts: weil es die grafisch elegantere und dynamischere Richtung sei, erklärt das Unternehmen des Produktdesigners Markus Heckhausen, dem Peglau die Nutzungsrechte überließ.

Er erkannte den Charme der Figuren in der Nachwendezeit, als die alten Ampeln eigentlich aus dem Stadtbild verschwinden sollten. Schließlich wurden Politiker aufmerksam und die Ost-Männchen gerettet.

Comments