Elektroautos: EU plant angeblich Quote für emissionsfreie Motoren

Einstellen Kommentar Drucken

Hatte die etwas weniger drastisch als befürchtet ausgefallene Elektroauto-Quote in China die deutschen Autobauer vor kurzem noch aufatmen lassen, dürften jetzt die Sorgenfalten wieder tiefer werden.

Im Sommer hieß es noch aus dem Hause der E-Kommission, es sei keine Elektroquote geplant.

Ab 2030 sollen mindestens 15 Prozent aller Neuwagen in Europa mit einem Elektromotor oder einem anderen, lokal emissionsfreien Antrieb ausgestattet sein, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Sie soll nicht handelbar sein.

Mit der Quote für Stromer und anderen emissionsfreie Fahrzeuge wolle sie ein klares Signal an den Markt senden, begründet die Kommission ihren Vorstoß nach dem Bericht der "FAZ". Dieses Signal solle nicht nur die Autohersteller, sondern auch die Zulieferer erreichen - insbesondere jene, die Batterien für Elektroautos entwickeln. Unabhängig davon sollten Hersteller verpflichtet werden, den CO2-Ausstoß ihrer Neuwagen zwischen 2021 und 2030 um ein Drittel zu verringern.

Im Rahmen eines sogenannten Batteriegipfels am Mittwoch haben sich EU-Kommissar Maros Sefcovic und Vertreter mehrerer EU-Länder, darunter Deutschland, darauf geeinigt, eine Strategie für die Verbreitung von Elektroautos und das Ankurbeln der Akku-Entwicklung auszuarbeiten, wie das Manager-Magazin berichtet.

Bis 2025 rechnet Sefcovic mit Verweis auf entsprechende Studien mit einem Anteil von 25 Prozent Elektrofahrzeugen. Der bisherige Grenzwert entspreche einem Verbrauch von rund 4 Litern auf 100 Kilometern und stelle die Branche schon jetzt vor Schwierigkeiten, "nicht zuletzt weil im Zuge der Dieselaffäre der Verkauf von CO2-emssionsärmeren Dieselfahrzeugen zurückgegangen ist", so die "FAZ".

Comments