DLW Flooring muss erneut Insolvenzantrag stellen

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Im Zuge des Eigenverwaltungsauftrags hat DLW Flooring zudem die Sozietät Wellensiek engagiert, die derzeit mit den Partnern Sebastian Rudow und Patric Naumann mögliche Fortführungslösungen erarbeiten sollen. Man sei aber sanierungsfähig.

Der nach einer übertragenden Sanierung seit Juni 2015 zu der niederländischen Fields Group gehörende Bodenbelagshersteller DLW Flooring GmbH hat gestern Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Tibor Braun zum vorläufigen Sachwalter bestimmt.

Die DLW Flooring-Vorgängergesellschaft Armstrong DLW hatte Mitte Dezember 2014 einen Insolvenzantrag gestellt, nachdem der übergeordnete Konzern Armstrong World Industries (AWI) sich für einen Rückzug aus den Bodenbelagsmärkten in Europa, Russland, dem Nahen Osten und in Afrika entschieden und in der Folge alle Zahlungen an die europäische Tochtergesellschaft eingestellt hatte. Allerdings kostete der Prozess in Bietigheim und Delmenhorst insgesamt 55 Mitarbeiter ihren Job. Noch im März laufenden Jahres sagte Topp in einem Gespräch mit unserer Zeitung, die finanzielle Grundlage sei bis Anfang 2019 gesichert. Auch weil die Belegschaft sich bis auf Weiteres zu zusätzlichen Einbußen gegenüber dem Tarif bereit erklärt hatte. Der Geschäftsbetrieb läuft nach Angaben des Unternehmens weiter. Wir sind effizienter geworden und haben Produkte und Kollektionen optimiert.

Das jetzt auf den Weg gebrachte Verfahren der Eigenverwaltung könnte auch dazu führen, dass sich die Besitzverhältnisse bei DLW Flooring noch einmal verändern.

Erste potenzielle Investoren, die Interesse an einer Übernahme des Bodenbelagherstellers signalisiert haben, hätten sich bereits gemeldet. "Aber", so der Geschäftsführer, "das ist natürlich schon mal ein positives Signal, denn das Unternehmen hat einen großen Wert und eine Daseinsberechtigung in den Märkten".

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