Weiterer Felssturz im Bergell in der Schweiz wahrscheinlich

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Erwartet worden waren die neuesten Abbrüche eigentlich erst am Samstagvormittag. Er löste keinen unmittelbaren Murgang aus.

Wie viel Gestein sich löste, ist noch nicht bekannt, wie Christian Gartmann, Mediensprecher des Führungsstabes der Gemeinde Bregaglia auf Anfrage von Radio Argovia sagte. Die Entwicklung am Piz Cengalo komme nicht überraschend. Wolken versperrten die Sicht auf das Absturzgebiet. Eine Felsmasse zwischen 200'000 und 500'000 Kubikmeter bewegte sich beschleunigt, teilte der Führungsstab der Gemeinde Bregaglia mit.

Die Situation am Pizzo Cengalo wird ständig beobachtet und laufend beurteilt. Es sei aber grundsätzlich positiv, wenn sich das Gesteinsmaterial am Piz Cengalo portionenweise entlade, betonte Gartmann.

Ein möglicher Grund für den erneuten Bergsturz: Wegen der Kälte dehne sich der Berg aus, wie eine Fachkraft vor Ort zu 20 Minuten sagt.

Die Bewohnerinnen und Bewohner aus den Siedlungen Bondo, Spino und Sottoponte dürften erst ab Mittag in ihre Häuser zurückkehren. Dort bleiben können sie bis abends um 19 Uhr. Es müsse jedoch mit Wartezeiten bis 30 Minuten gerechnet werden. Der anschließende Murgang wälzte sich durch das Seitental Val Bondasca bis ins Haupttal Bergell zu den Ortschaften Bondo, Spino und Sottoponte.

Die Dörfer sind seit dem grossen Bergsturz am 23. August nachts immer noch unbewohnt. Die Gefahr eines Murgangs bis in den Talboden bei Bondo ist dieselbe wie in den vergangenen Tagen, das bestehende Sicherheitsdispositiv ist auf eine solche Entwicklung ausgerichtet.

Häuser wurden beschädigt sowie die alte und die neue Kantonsstrasse. 8 Menschen werden seither vermisst.

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