Wegen Kurden-Demo in Köln | Türkei bestellt deutschen Botschafter ein

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An dem Kurdischen Kulturfestival in Köln nahmen rund 25 000 Menschen teil. Sie stand unter dem Motto "Freiheit für Öcalan - einen Status für Kurdistan". Die Teilnehmer forderten die Freilassung des zu lebenslanger Haft verurteilten Führers der verbotenen Kurdenorganisation PKK.

Obwohl nicht zum ersten Mal, sei es doch immer wieder von neuem bestürzend, mit welchem Hohn die Bundesregierung den täglichen Terroropfern in der Türkei begegne, indem Aktivitäten der Terrororganisation PKK augenscheinlich kein Einhalt geboten würde. "Auf solchen Veranstaltungen wird auch für den Terror in der Türkei rekrutiert", schreibt Mustafa Yeneroğlu (AK Partei), Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses der Großen Nationalversammlung der Türkei, anlässlich des sogenannten Internationalen Kurdischen Kulturfestivals am Samstag in Köln in einer Stellungnahme. In der Stellungnahme wird Deutschland abermals Doppelmoral bei der Terror-Bekämpfung vorgeworfen. Nach einer Demonstration Zehntausender Kurden gegen die türkische Regierungspolitik im März in Frankfurt hatte die Polizei nachträglich Ermittlungen eingeleitet. Seit kurzem ist zudem das öffentliche Zeigen von Öcalan-Porträts untersagt. Man habe nicht schon während der Kundgebung eingegriffen, um keine Eskalation zu riskieren, erläuterte damals ein Polizeisprecher.

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