Von der Leyen sieht russisches Manöver in Weißrussland mit Sorge

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Bundesverteidigungsministerin von der Leyen hat sich besorgt über das gemeinsame Militärmanöver von Russland und Weißrussland geäußert. "Die genaue Größe kennen nur Moskau und Minsk". "Ich war vergangene Woche im Baltikum". Die betroffenen Nachbarländer und viele Partner in der NATO gingen davon aus, dass die tatsächliche Anzahl der an dem Manöver beteiligten Kräfte auf russischer und weißrussischer Seite die offiziell angemeldeten 12.700 um ein Vielfaches übersteige. Sie habe großes Verständnis für die Sorgen osteuropäischer Verbündeter: "Für Deutschland scheint das Manöver weit weg. Mit seinem Vorgehen in der Ukraine hat Russland sehr viel Vertrauen verspielt".

Diese Länder fürchten, dass Russland unter dem Deckmantel des Manövers dauerhaft Soldaten an den Grenzen stationiert. Die Nato reagiere darauf "besonnenen, mit kühlem Kopf, aber auch wachsam". Unseren baltischen Verbündeten und Polen ist es sehr wichtig, die Solidarität des Bündnisses zu spüren. Dazu leiste auch die Bundeswehr mit ihrem Bataillon in Litauen ihren Beitrag.

Am Grossmanöver "Sapad 2017" (Westen 2017) nehmen nach russischen Angaben 12'700 Soldaten, 70 Flugzeuge, 250 Panzer und zehn Kriegsschiffe teil - damit läge die Zahl knapp unter der Schwelle von 13'000 Soldaten, ab der nach internationalen Vereinbarungen ein umfassender Zugang von Beobachtern gewährt werden muss.

Diese Länder halten das Großmanöver für einen Einschüchterungsversuch.

Russland und Weißrussland haben laut der Pentagon-Sprecherin Michelle Baldanza alle nötigen Maßnahmen ergriffen, um die Transparenz der Militärübungen "Zapad-2017" zu gewährleisten.

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