Tennis-Davis-Cup Deutschland zittert sich zum Doppelsieg

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Am Freitag hatte Cedrik-Marcel Stebe (Vaihingen/Enz) das ersatzgeschwächte DTB-Team gegen Joao Sousa überraschend in Führung gebracht (4:6, 6:3, 6:3, 6:0), Struff kassierte anschließend ebenso unerwartet gegen Pedro Sousa eine Niederlage (2:6, 5:7, 6:7). Die Entscheidung fällt erst am Sonntag (ab 12.00 Uhr MESZ/DAZN), wenn die abschließenden Einzel gespielt werden. "Ein 1:2 ist eine Situation, die man nicht braucht".

Was für ein Nerven-Krimi im Davis Cup!

Der Verlierer der Partie spielt in der kommenden Saison in der Europa/Afrika-Gruppe, der Gewinner in der Weltgruppe der 16 besten Tennis-Nationen, zu der Deutschland seit 2005 ununterbrochen gehört. Allerdings sind noch kurzfristig Umstellungen möglich. Am Freitag hatte Cedrik-Marcel Stebe überraschend Joao Sousa geschlagen, Struff ebenso unerwartet gegen Pedro Sousa verloren. Pütz freute sich zwar über seinen gelungenen Einstand, betonte aber: "Wichtiger ist es, dass wir den dritten Punkt holen".

"Wir sind mitten im Match, alles gut", hatte der neue Chefberater Boris Becker nach dem 1:1 am Eröffnungstag noch gesagt. Und zunächst schien auch alles gut für das deutsche Duo im Clube de Ténis do Jamor in Oeiras.

Struff und Pütz beginnen konzentriert, holen sich den ersten Satz (6:2). Doch Struff erwischte zunächst wieder keinen Glanztag und erwies sich sich anfangs als Schwachpunkt. Im entscheidenden Satz fand Struff aber zu seiner Form zurück. Doch sofort gaben sie ihr Aufschlagspiel wieder ab und mussten schließlich in den Tiebreak. Während aus der deutschen Kabine "Enter Sandman" von Metallica zur Einstimmung erklang, hatte Becker die Beine auf die Betonumrandung der Tribüne gelegt und schrieb zwischendurch noch Autogramme und ließ sich fotografieren.

Immer wieder erhob sich Becker, gestikulierte oder versuchte mit Applaus die beiden Spieler aufzumuntern. Struff wurde stärker, im fünften Satz gelang den Deutschen das Break zum 5:4. Pütz servierte zum Match - und erstmals war die Becker-Faust zu sehen.

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