"I Am From Austria" - Jubel für Fendrich-Musical als heitere Revue

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Das Musical mit Songs von Rainhard Fendrich aus der Werkstätte der Vereinigten Bühnen Wien ist bei seiner Uraufführung am Samstag im Wiener Raimund Theater auf Jubel und Heiterkeit gestoßen: Eine ebenso seichte wie lustvoll übertriebene Revue mit viel Lokalkolorit und gerade genug Selbstironie - und ein rasanter Slalom rund um Fendrichs Greatest Hits. Carter wird von Irena Flury gespielt.

Doch Rainhard Fendrich sagte schon im Vorfeld, dass er es nicht zur Premiere des Musicals I Am From Austria schaffen würde.

Mit kräftigem Augenzwinkern allerdings hatten die Macher ihr Austropop-geeichtes Publikum jedes Mal aufs Neue in der Tasche, wenn hinter einer unwahrscheinlichen Wendung im Plot ein weiterer Fendrich-Klassiker lauerte. Die Choreographien gestaltete Kim Duddy. Dass das sogenannte Compilation-Musical in Wien und überall sonst gut funktioniert, haben "Mamma mia" oder "Ich war noch niemals in New York" bewiesen, und so geht man mit dem Fendrich Musical - nach den schwachen Auslastungszahlen bei "Schikaneder", wohl auf Nummer sicher. Das Musical basiert auf den Hits von Rainhard Fendrich, das Buch dazu stammt vom Musical-Intendanten Christian Struppeck selbst.

Österreich-Klischees werden ausgiebig, wenn auch, wie man betont, augenzwinkernd bedient, und man setzt - vermutlich auch wegen der Dialektfärbung der Lieder - auf heimische Stars - Elisabeth Engstler, Andreas Steppan oder Dolores Schmidinger als resche Congierge Elfie Schratt. Da besteht das "Hotel Edler" aus einer gigantischen Torte (Stephan Prattes), da wird die Flucht im Fiaker angetreten, dann im Helikopter auf den Berggipfel gejettet und letztlich gibt's ein Stelldichein mit Sigmund Freud, Richard Lugner, Wolfgang Amadeus, Udo Jürgens und anderen Promis auf dem Opernball.

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