Grüne sehen FDP als Konkurrent um Platz drei

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Berlin (Reuters) - Die Grünen starten in die letzte Woche des Bundestagswahlkampfes mit heftigen Angriffen gegen die FDP.

Vor den Parteitagen von Grünen und FDP verschärft Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir seine Kritik an den Liberalen: "Wenn Teile der FDP die menschengemachte Klimaerhitzung leugnen und die CDU beim Thema Flüchtlinge von rechts überholen, dann ist das nichts anderes als eine Verführungsrhetorik à la Trump". Die FDP wolle zudem mehr Leiharbeit und eine Verlängerung der Arbeitszeit, lehne aber die Mietpreisbremse ab. Nach der Wahlschlappe von 2013 mit damals mageren 8,4 Prozent wollen die Grünen aber wieder zweistellig in den Bundestag einziehen - als drittstärkste Kraft vor FDP, Linken und AfD.

"Jetzt zählt's", sagte Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt der Deutschen Presse-Agentur. Die zehn Kernforderungen, die der FDP-Bundesparteitag am Sonntag beschließen will, seien aber ein "Fingerzeig" in Richtung einer möglichen Regierungsbeteiligung. Im Rennen um den dritten Platz trennen FDP, AfD, Linkspartei und Grüne je nach Umfrage nur wenige Prozentpunkte. Zusammen mit dem Spitzenduo warnt er in einem Klimaschutz-Appell vor einem schwarz-gelben Bündnis sowie einer Neuauflage der großen Koalition. Es gehe darum, Stillstand und rückwärtsgewandte Politik zu verhindern. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel, deren Union die Umfragen klar anführt, sind den Erhebungen zufolge ein Jamaika-Bündnis mit Grünen und FDP oder die große Koalition die beiden realistischen Regierungsmehrheiten.

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