Grüne kämpfen im Wahlendspurt um Platz drei

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Vor dem Wahlparteitag in Berlin wirbt das Spitzenduo der Grünen, Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir, für eine "Richtungsentscheidung" in Deutschland.

Nach den Worten von Parteichef Özdemir entscheidet der 24. September "über das Gesicht" Deutschlands: "Es geht darum, unser freiheitliches Land gegen den drohenden Rechtsruck in Deutschland zu verteidigen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Zudem betonte die Spitzenkandidatin, es gehe darum, den Mut zu haben, auch im Bund das Land mitzugestalten. Im kurzfristig gefundenen Veranstaltungslokal "Da Vinci" in VS stimmten sich die Anhänger und Freunde mit Musik Bob Dylan auf die Veranstaltung ein, es gab grünen Tee und Traubenzucker mit der Aufschrift "ErneuerbareEnergieen", bis Göring-Eckardt auf die Minute pünktlich eintraf. Die Grünen sind an zehn Landesregierungen beteiligt. Göring-Eckardt warf den Liberalen Realitätsverweigerung vor.

Im Wahlkampf-Endspurt verschärfen die Grünen noch einmal den Ton gegenüber der FDP, die zeitgleich auf einem Sonderparteitag einige Kilometer entfernt die Schlussphase einläutete. Das reicht nach jetzigem Stand weder für ein schwarz-gelbes Bündnis aus Union und FDP noch für eine Koalition von Union und Grünen. Einzige reale Regierungsoption für FDP und Grüne wäre demnach eine "Jamaika"-Koalition gemeinsam mit der Union".

Dem SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz hielt sie vor, einen "Blankoscheck" für die Neuauflage der großen Koalition ausgestellt zu haben: "Was Sie da machen, ist Politikdumping, Herr Schulz!" Dies hätten die Wähler und insbesondere die SPD-Wähler nicht verdient, sagte Göring-Eckardt in ihrer mit langem Beifall und stehenden Ovationen bedachten Rede. Auf die Rechtspopulisten folgt die Linke, dahinter liefern sich FDP und Grüne einen erbitterten Kampf.

Bei der Bundestagswahl kämpfen die Grünen um den Einzug in den Bundestag als drittstärkste Partei. Deren Politiker seien nichts anderes als Rechtsextremisten: "Wer der AfD richtig eins reingeben will, muss Bündnis90/Grüne wählen". Er nannte es unerträglich, "wie AfD-Leute offen mit der rechtsextremen Szene sympathisieren". Die Grünen stünden klar gegen Rechtspopulismus, Rassismus und jegliche Ausgrenzung: "Bei der Integration haben wir große Aufgaben vor uns: Grundlage dafür sind die freiheitlichen Werte unseres Grundgesetzes".

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