Großbritannien ruft nach Anschlag von London höchste Terrorwarnstufe aus

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London. Nach dem Anschlag auf die Londoner U-Bahn mit 29 Verletzten erhöht die britische Regierung die Polizeipräsenz im Land. Laut Nachrichtenagentur AFP handelt es sich um die höchste Warnstufe. Zudem werde das Militär die Polizei unterstützen.

Die Terrorwarnstufe "kritisch" deutet darauf hin, dass ein neuerliches Attentat möglicherweise unmittelbar bevorsteht.

London - Bei einer Bombenexplosion in einem vollbesetzten U-Bahn-Zug in London sind mindestens 29 Menschen verletzt worden. Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beanspruchte den Anschlag für sich.

Der Sprengsatz detonierte am Freitagmorgen um 8.20 Uhr Ortszeit (9.20 Uhr MESZ), mitten im Berufsverkehr, wie der Chef der Anti-Terror-Abteilung der britischen Polizei, Mark Rowley, bekannt gab.

In Grossbritannien hat es in diesem Jahr bereits vier Anschläge gegeben.

Premierministerin May berief den nationalen Krisenstab ein. "Unsere Stadt verurteilt die widerwärtigen Individuen, die mit Terror versuchen, uns zu schaden und unsere Lebensweise zu zerstören", schrieb er.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften und bewaffneter Polizei war binnen weniger Minuten zur Stelle. "Wir liefen die Treppen runter, und es hat sich angefühlt, als würden wir um unser Leben laufen", sagte ein Mann namens Luke dem Sender BBC5.

Der Präsident des Europaparlaments, Antonio Tajani, drückte sein Mitgefühl aus. "Terrorismus kennt keine Grenzen und wird besiegt, indem man zusammenarbeitet", erklärte er auf Twitter.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) machte die Anteilnahme und Solidarität Deutschlands deutlich. Terroristen wie die in London seien Verlierer ("loser"), twitterte Trump. In einem zweiten Tweet schrieb Trump, das Internet sei das wichtigste Rekrutierungswerkzeug der Terroristen, das "abgeschnitten" werden müsse. Die Ermittlungen gehen mit großer Geschwindigkeit voran, heißt es von Scotland Yard. "Müssen proaktiv sein!", schrieb Trump. Die Londoner Polizei sprach von einer "nicht hilfreichen Spekulation". Drei Anschläge ereigneten sich in London, der vierte und schwerste in Manchester. Dort riss ein Selbstmordattentäter nach einem Pop-Konzert der US-Sängerin Ariana Grande im Mai 22 Menschen mit in den Tod. Insgesamt sind dabei 36 Menschen ums Leben gekommen. Ein Mann starb bei einem Angriff auf Moscheebesucher Ende Juni in London.

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