Flüchtiger Verdächtiger war schon wegen Mordversuchs in Haft

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Ein nach dem Mord an einer 24-Jährigen und ihrem sechsjährigen Sohn gesuchter Tatverdächtiger aus Detmold hat bereits sechs Jahre wegen versuchten Mordes in Haft gesessen. Das damalige Verbrechen weise Ähnlichkeiten zu der jetzigen Tat auf. "Bislang sind 25 Hinweise eingegangen, die nun geprüft werden", sagte ein Polizeisprecher. In beiden Fällen habe der Verdächtige "im sozialen Nahbereich einen längeren Kontakt zu Frauen" aufgebaut.

Eine junge Mutter und ihr Sohn werden in Detmold erstochen aufgefunden - in der Wohnung eines Nachbarn.

Der 53-Jährige war laut Polizei 2005 wegen versuchten Mordes zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Fahndung laufe "mit Hochdruck", die Spurensicherung am Tatort sei fortgesetzt worden. Nach Haftentlassung sind bis zu der jetzigen Tat keine weiteren Straftaten durch den Tatverdächtigen bekannt geworden.

Wer Angaben zum Aufenthaltsort des Flüchtigen machen kann, meldet sich bitte bei der Detmolder Polizei unter der 05231/6090, der Polizei in Bielefeld unter 0521/5450 oder bei jeder beliebigen Polizeidienststelle. Die Obduktion ergab, dass Mutter und Kind durch Stich- beziehungsweise Schnittverletzungen ums Leben kamen. Die Tatwaffe wurde nach Auskunft der Staatsanwaltschaft noch nicht gefunden, dabei handelt es sich vermutlich um ein Messer. Dieses sei aber noch nicht gefunden worden.

Thomas T. steht im dringenden Tatverdacht, die Mutter und ihr Kind umgebracht zu haben. Einen entsprechenden Haftbefehl werde er beantragen, sagte der ermittelnde Staatsanwalt. Die 16-köpfige Mordkommission fahndet mit Foto und Personenbeschreibung nach dem Tatverdächtigen. Der 53-Jährige müsse wegen einer früheren Verletzung eine abnehmbare Gipsschiene tragen, hieß es.

Das Motiv sei weiterhin unklar, erklärte die Polizei. Mutter und Kind waren laut Polizei erst vor wenigen Wochen in das Haus nahe der Innenstadt gezogen. Der mutmaßliche Täter und die Opfer sollen sich gekannt haben.

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