Trotz Raketentests: IOC hält Winterspiele für sicher

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"Es kann nicht sein, dass die Winterspiele von einem andauernden Verfahren bezüglich Russland überschattet werden", sagte Bach, der zuversichtlich ist, dass die beiden IOK-Kommissionen rechtzeitig Ergebnisse liefern. "Dann werden wir entscheiden", sagte der IOC-Präsident. "Die Manipulation konnte nicht eine einzelne Person bewerkstelligen", sagte Bach, der sich nicht auf die Art möglicher Strafen festlegen wollte.

Führende nationalen Anti-Doping-Agenturen kritisierten das IOK für den zögerlichen Umgang mit dem russischen Dopingproblem. Das IOC entschied sich für eine Einzelfallprüfung, so dass etwa 280 russische Sportler starteten. Dafür werden das IOK und Bach persönlich bis heute kritisiert. Der Südkoreaner übernimmt den Posten zu einer Zeit, in der sich das IOC Vorwürfen des Stimmenkaufs bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2016 an Rio de Janeiro und 2020 an Tokio stellen muss. Die Fragen, welche russischen Sportler in Sotschi betrogen haben und ob dahinter ein staatlich organisiertes System stand, wurden nicht beantwortet.

Bei der IOC-Vollversammlung in Lima wurde Ban zum neuen Vorsitzenden der IOC-Ethikkommission gewählt.

Die Spiele finden im Februar 2018 nur rund 80 Kilometer von der Grenze des geteilten Landes statt. "Unsere Position hat sich nicht geändert", bekräftigte er. Eine Verlegung steht für das IOC nicht zur Debatte.

Trotz Verschärfung der UNO-Sanktionen wegen seines jüngsten Atomwaffentests hat Nordkorea erneut eine Rakete über Japan hinweg gefeuert.

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