Schulz will Parteimitglieder über Koalition abstimmen lassen

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Die Union hingegen sackte auf 36 Prozent ab (minus zwei Prozentpunkte).

Auf Platz 3 lagen FDP und AfD gleichauf mit jeweils 10 Prozent (beide plus 1). Linke und Grüne verharrten unverändert bei neun beziehungsweise acht Prozent.

Für die möglichen Koalitionen ergeben sich laut beiden Umfragen trotz der unterschiedlichen Zahlen die gleichen Optionen: Neben einer großen Koalition würde es auch für eine Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen zu einer Mehrheit reichen. Dass auf den letzten Metern bis zur Wahl am Sonntag in einer Woche Spielraum für mobilisierungsbedingte oder wahltaktische Veränderungen bleibt, verdeutlicht eine weitere Zahl: Lediglich 29 Prozent aller Wähler geben an, dass für sie nur eine einzige Partei in Frage kommt, 71 Prozent können sich vorstellen, außer der genannten Partei auch noch mindestens eine andere Partei zu wählen. Oder ein Bündnis von Union, FDP und Grünen, die sogenannte Jamaika-Koalition. 52 Prozent lehnen sie ab. 42 Prozent der Befragten finden sie schlecht.

Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 12. bis 14. September 2017 bei 1.383 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben.

Im ARD-Deutschlandtrend von Infratest dimap (Donnerstag veröffentlicht) büßten die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt auf 20 Prozent ein. Die Anhänger der Grünen sind eher gespalten (Merkel: 45 Prozent; Schulz: 49 Prozent) und von den AfD-Anhängern wünschen sich 34 Prozent Merkel und 32 Prozent Schulz.

15 Prozent haben eine Parteipräferenz, sagen aber, dass sich die Entscheidung noch ändern kann.

28 Prozent neigen bislang zur Nichtwahl oder lassen bisher keine Neigung zu einer Partei erkennen.

"Es gibt keine Pflicht zur Selbstopferung", fügte Schäfer hinzu. Rechnerisch möglich sind den aktuellen Umfragen zufolge zwei Koalitionen: entweder die Fortsetzung von Schwarz-Rot, der Großen Koalition.

►Wenn sich die SPD-Anhänger entscheiden müssten, ob die SPD erneut eine Regierung mit der Union bildet, würden sich 50 Prozent für eine Regierung mit der Union aussprechen. 46 Prozent wäre es lieber, wenn die SPD in die Opposition geht.

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