Merkel fordert wirtschaftliche Sanktionen gegen die Türkei

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Mit wirtschaftlichem Druck auf die Türkei will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Freilassung inhaftierter deutscher Staatsbürger erreichen.

Die CDU-Chefin sagte der "Passauer Neuen Presse", man werde die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Ankara weiter zurückfahren müssen und Projekte auf den Prüfstand stellen. Auf konkrete Maßnahme ging sie jedoch nicht ein.

Die Bundesregierung setze sich auf allen zur Verfügung stehenden Wegen dafür ein, die Landsleute in Freiheit zu bringen, beteuerte Merkel. Sie finde es empörend, dass eine ganze Reihe Deutscher in der Türkei in Haft sitze.

Mehrere türkischstämmige Bundestagsabgeordnete üben scharfe Kritik an der Haltung der Regierung.

Mutlu zeigte sich unzufrieden mit dem Einsatz der Bundesregierung für die Inhaftierten. "Es kann nicht sein, dass Deutschland seine Fürsorgepflicht gegenüber seinen unschuldig inhaftierten Staatsbürgern derartig verletzt".

"Die Linken-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen forderte vom Auswärtigen Amt im Zusammenhang mit den Verhaftungen, die sie als "Geiselnahme" bezeichnete", eine Reisewarnung in die Türkei.

Der Spitzenkandidat der Grünen, Özdemir, kritisierte die Große Koalition für ihren Umgang mit dem jüngsten Rüstungsgeschäft Ankaras.

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