KDE und Purism arbeiten für wirklich freies Smartphone zusammen

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Offen, sicher und die Privatsphäre des Benutzers achtend: Die Crowd-Funding-Kampagne von Purism soll das "weltweit erste freie Smartphone" ermöglichen. Allerdings ist in den meisten Smartphones Hardware verbaut, die ohne proprietäre Software nicht funktioniert, was gegen die KDE-Prinzipien von Freiheit und Offenheit verstößt. KDEs Plasma Mobile hingegen, eine Version des KDE-Desktops, wurde für Mobiltelefone entwickelt und ist bereits auf einigen handelsüblichen Smartphones lauffähig. Zudem ist nicht die volle Nutzung der Komponenten möglich, da viele Details der Hardware proprietär sind.

Eine Exklusivität ist dabei nicht gegeben, das Librem 5 ist prinzipiell darauf ausgelegt, dass darauf unterschiedlichste Linux-Distributionen laufen.

Der Zugriff auf die Hardware-Plattform von Purism sei ein Traum für die KDE-Community, freut sich die KDE-Präsidentin Lydia Pintscher.

Purism hatte von Anfang an durchblicken lassen, dass in Sachen Betriebssystem für das Librem 5 GTK und GNOME als Favoriten gelten.

Die versprochenen Privatsphärefunktionen im Vergleich mit Android und iOS
Die versprochenen Privatsphärefunktionen im Vergleich mit Android und iOS

Auf dieser Basis will KDE nun sein Betriebssystem Plasma Mobile anbieten, das schon seit einiger Zeit in Entwicklung ist. Das ist bisher noch keinem der gescheiterten Vorgänger von Plasma Mobile geglückt. "Wir glauben, dass Plasma Mobile ein ernsthafter Herausforderer sein wird, der das gegenwärtige Duopol aufbricht und ein mit allen Features versehenes, freies und quelloffenes Mobilbetriebssystem auf dem Markt etabliert". Es soll auf der Hardware des Librem 5 aufsetzen, das Purism derzeit per Crowdfunding-Kampagne zu finanzieren versucht. Die Kampagne soll 1,5 Millionen Dollar einbringen, was nicht völlig unrealistisch erscheint, da auch schon für das Notebook eine Finanzierung von über einer Million Dollar gesichert wurde. Es verbleiben noch 38 Tage.

Die versprochenen Privatsphärefunktionen im Vergleich mit Android und iOS.

Dass sieht dann etwa so aus, dass es beim Librem 5 Hardwareschalter gibt, um Kamera, Mikrofon, WLAN oder auch die Mobilfunkkomponenten zu deaktivieren. Das Smartphone soll 599 Dollar kosten und die Auslieferung im Januar 2019 beginnen. Angestrebt ist außerdem ein wirklich konvergentes Gerät, das zusammen mit einem kompatiblen Monitor, Tastatur und Maus zugleich ein Desktop-PC sein kann.

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