Eingänge offen: Besucher stürmen die Wiesn

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Münchens SPD-Oberbürgermeister Dieter Reiter wird um Punkt 12.00 Uhr das erste Fass Bier anzapfen und damit die Wiesn eröffnen. Besucherinnen und Besucher des Oktoberfests dürfen keine grossen Taschen und Rucksäcke mitnehmen.

Ausgerechnet für den Anstich ist mieses Wetter angesagt: Regen und kühle Temperaturen.

Das größte Volksfest der Welt lockt jedes Jahr mehrere Millionen Menschen an. Wie schon im Vorjahr ist das Festgelände umzäunt und nur über die offiziellen Eingänge zugänglich. Polizeibeamte mit Bodycams - am Körper befestigte Kameras -, zusätzliche Videokameras und mehr Blumenkübel als Zufahrtssperren gehören zu den erweiterten Maßnahmen. Sein Vorstoß scheiterte am Stadtrat, die Maß Bier kostet nun bis zu 10,95 Euro und damit im Schnitt 25 Cent mehr als vor einem Jahr.

Neu auf der Wiesn sind eine ganze Reihe von Fahrgeschäften, darunter eine Achterbahn mit einer ausschwingenden Gondel und ein 80 Meter hohes Kettenkarussell namens "Jules Verne Tower". Nach Öffnung rannten die ersten Gäste - die meisten in Tracht, viele aber auch mit Plastikregenschutz darüber - in die Bierzelte, um sich einen guten Tisch zu sichern. Das Fest dauert bis zum 3. Oktober. Das zeigte sich nicht zuletzt in dem zur Posse gewordenen Streit, den Wiesn-Bürgermeister Josef Schmid (CSU) mit den Wirten über eine Bierpreisbremse ausfocht. Das Festzelt "Zur Schönheitskönigin" will in diesem Jahr die Wirtshauskultur der Volkssänger neu beleben. Für manche Wiesnbesucher ist die 2010 erstmals veranstaltete "Oide Wiesn" inzwischen längst das wahre Oktoberfest - dort gab es auch von Anfang an einen Absperrzaun, dies allerdings wegen des Eintritts von drei Euro. An die sechs Millionen Besucher werden erwartet.

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