Anti-Doping-Agenturen fordern Olympia-Bann Russlands

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Führende nationale Anti-Doping-Organisationen haben den Ausschluss Russlands von den Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyengchang gefordert. Daran hatten unter anderem die Agenturen der USA, Deutschlands, Großbritannien und Österreichs teilgenommen.

Die Stellungnahme war auf einem Treffen der Anti-Doping-Agenturen am 12. und 13. September in Denver verabschiedet worden.

Der kanadische Ermittler Richard McLaren hatte berichtet, dass es in Russland ein weit verbreitetes Dopingsystem gegeben habe und in der Zeit von 2011 bis 2015 1000 russische Sportler davon profitiert hätten.

Das russische Olympische Komitee (ROC) müsse zudem endlich das bisher zurückgehaltene Beweismaterial zu den zahlreichen russischen Dopingverdachtsfällen herausgeben, fordern die Agenturen. "Die Untätigkeit des IOC gefährdet die sauberen Athleten und die Zukunft der olympischen Bewegung", heißt es in einem Statement von 17 NADOs, das bun von der deutschen NADA veröffentlicht wurde. Die verfügbaren Beweise seien unzureichend, um zu behaupten, dass diese 95 Athleten gegen die Anti-Doping-Richtlinien verstoßen hätten. Der Beschluss ist auch deshalb brisant, weil in der Doping-Krise um Russland zuletzt berichtet worden war, das IOC wolle es wegen der Doping-Praktiken der Gastgeber bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi bei einer hohen Geldstrafe belassen. Im Anschluss sollen gegebenenfalls Sanktionen verhängt werden.

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