Vergewaltigungen: Drastischer Anstieg im ersten Halbjahr 2017 in Bayern

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Der Politiker hat am Dienstag betont, es habe im ersten Halbjahr 2017 fast 50 Prozent mehr Vergewaltigungsfälle gegeben, als innerhalb des Vorjahreszeitraums.

Insgesamt tauchen in der Polizeistatistik 685 Fälle auf, ein Plus von 48 Prozent. Besonders auffällig dabei ist: Die Zahl der Delikte, die Zuwanderern zugeordnet wurden, stieg gar um 91 Prozent auf 126, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gestern. Somit komme der Gesamtanteil der Migranten an allen sexuellen Verbrechen auf 18 Prozent, was zwei Prozentpunkte mehr sind als im Vorjahr.

Die Gründe für die Steigerung der Gesamtzahl seien zunächst unklar: "Unsere Polizeiexperten arbeiten derzeit an einer detaillierten Analyse", sagte Herrmann. "Neben einer erhöhten Polizeipräsenz gehören dazu auch gezielte Präventionsmaßnahmen", betonte er.

Außerdem forderte er, dass Asylwerbern nicht nur Fingerabdrücke, sondern auch DNA-Proben abgenommen werden: "Im Kampf gegen Sexualstraftaten darf auch die Ausweitung der rechtlichen Befugnisse für DNA-Proben kein Tabu sein".

Katharina Schulze als innenpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion erklärte dazu, die Straftaten müssten selbstverständlich "aufgeklärt und die Täter zu Rechenschaft gezogen werden".

In Bayern kam es zu einem Anstieg von Vergewaltigungen um 50 Prozent. Die Statistiker zählten 282 000 Straftaten und damit knapp 20 500 weniger als im Vorjahreszeitraum.

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