Recherche enthüllt: AfD-Frau Alice Weidel soll Asylbewerberin schwarz beschäftigt haben

Einstellen Kommentar Drucken

Die Vorwürfe werden besonders pikant dadurch, dass die AfD im Wahlkampf starke Signale gegen Flüchtlinge und Asylbewerber aussendet.

Die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel soll an ihrem Schweizer Wohnsitz in Biel eine Asylbewerberin aus Syrien schwarz beschäftigt haben.

Nach Informationen der "Zeit" soll die AfD-Politikerin die Frauen bar auf die Hand bezahlt haben - und zwar 25 Schweizer Franken pro Stunde; ein für Schweizer Verhältnisse angeblich übliches Salär. Die Asylbewerberin war dem Bericht zufolge im Herbst 2016 auch dabei, als Weidel mit ihrer Familie in eine Eigentumswohnung umzog. Einen schriftlichen Anstellungsvertrag habe es nicht gegeben, Rechnungen hätten die Haushaltshilfen auch nicht stellen sollen.

Alice Weidel sorgte auch in der vergangenen Woche wiederholt für Schlagzeilen.

Weidels Anwalt teilte auf Anfrage der "Zeit" mit, dass die gesetzte Antwortfrist von einem Arbeitstag "für die Aufarbeitung zum Teil relativ komplexer rechtlicher Sachverhalte mit Blick auf die Zulässigkeit von Vergütungsregelungen" zu kurz gewesen sei.

Alice Weidel lebt mit ihrer Lebenspartnerin, einer aus Sri Lanka stammenden Schweizerin, in Biel.

Der Grund: CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hatte Weidel aufgefordert, sich von ihren Parteikollegen Alexander Gauland und Björn Höcke zu distanzieren. Öffentlich nennt die AfD-Politikerin die deutsche Ortschaft Überlingen als Wohnort.

Comments