Preisüberwacher eröffnet Verfahren gegen Booking.com

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Bei einer Untersuchung fand er Hinweise auf einen Preismissbrauch.

Im Mittelpunkt stehe dabei die sogenannte Best-Preis-Klausel: Booking verlangt von den Hotels, dass sie ihre Betten auf anderen Verkaufskanälen nicht günstiger anbieten dürfen.

September 2017 hat der Preisüberwacher gegen Booking.com ein Verfahren gemäss Preisüberwachungsgesetz (PÜG) eröffnet - mit der Begründung, Booking.com hätte "kein Interesse an der Gesprächsaufnahme".

Nun werde die Marktmacht des Konzerns, der auch in der Schweiz als umstritten gelte, untersucht.

Keine Gesprächsbereitschaft seitens Booking.com?

Wie Preisüberwacher Stefan Meierhans sagte, bestehe der Verdacht, dass die Plattform bei den Provisionen Missbrauch betreibe. Das entspricht nicht den Tatsachen. Darin würde der Preisüberwacher die Schweizer Tarife für Booking.com festsetzen.

Im Treffen hat Booking.com aufgezeigt, dass die Höhe der Kommissionsraten angemessen ist im Vergleich zu den Kommissionsraten der Wettbewerber sowie verglichen mit den Kommissionraten in vergleichbaren Ländern. Wir warten nun die nächsten Schritte ab.

Laut einer Studie wurden im Jahr 2016 58 Prozent aller Hotelbuchungen in der Schweiz direkt vorgenommen, während der Marktanteil von Buchungsplattformen bei 27 Prozent liegt.

Sofern die Voraussetzung einer marktbeherrschenden Stellung und des Preismissbrauchs gegeben sind, so 20min.ch, endet das Verfahren mit einer Verfügung.

Beim Preisüberwacher handelt es sich in der Schweiz um die Bezeichnung des Amtsinhabers zur Kontrolle von Preisen auf Basis des Preisüberwachungsgesetzes vom 20. Dezember 1985. Der Gesamtumsatz von Booking.com, Expedia und HRS wird auf mehr als eine Milliarde Franken geschätzt, wobei die von den Hotels an die Plattformen bezahlten Kommissionen sich auf 150 Millionen Franken belaufen sollen.

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