Pilot der abgestürzten PC-7 am Schreckhorn tot gefunden

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Der verunglückte Milizmilitärpilot sei am späten Dienstagabend an der Absturzstelle am Schreckhorn gefunden und identifiziert worden. Die Armee wird in den kommenden Tagen und Wochen die Wrackteile bergen.

Gestern Morgen, 08:30 Uhr, startete ein Militärpilot mit einer PC-7 von Payerne Richtung Locarno. Der Flugzeugabsturz passierte während eines Trainingsfluges, der Pilot war ein Miliz-Pilot.

Zum vermissten Piloten machte die Spitze der Luftwaffe keine weiteren Angaben, zu seinem Schutz und dem seiner Angehörigen, wie Schellenberg sagte.

Die Absturzstelle ist seit dem Abend des 12. September und voraussichtlich bis am 19. September für Berggänger gesperrt. Die Armee hat zudem eine Flugverbotszone um den Unfallort für sämtliche Luftfahrzeuge eingerichtet. Die PC-7 war mit einem Seil einer Luftseilbahn kollidiert. "Ja, ich hörte es vorbeifliegen, aber Geräusche eines Aufpralls oder Ähnliches habe ich nicht vernommen", sagte er der Nachrichtenagentur sda am Telefon. Um 16:00 Uhr wurde das Flugzeug gesichtet. Das Telefon klingle ununterbrochen. Das bedeute, dass der Pilot grundsätzlich für die Wahl des Flugweges verantwortlich sei und die Route wegen des Wetters anpassen könne. Es gebe zu Zeit keine Hinweise darauf, dass die Wetterumstände diesen angemeldeten Flug nicht zugelassen hätten.

Bei der PC-7 handelt es sich laut Peter Bruns, stellvertretender Einsatzchef Luftwaffe, um das bewährte Grundschulmodell der Luftwaffe.

Die zweisitzigen, propellerturbinengetriebenen Pilatus PC-7 vom Stanser Flugzeugbauer Pilatus werden vor allem in der Grundausbildung der Piloten eingesetzt. "Zurzeit suchen wir einen Menschen und nicht die Unfallursache", sagte Armeesprecher Daniel Reist.

Der letzte Absturz mit einer PC-7 geschah laut einem Bericht des Schweizer "Blick" im Jahr 2002 in Bonaduz. Moritz in Graubünden in die Schlagzeilen, als eines der Flugzeuge ein Zugseil einer Seilbahnkamera touchierte.

Die Seilbahnkamera stürzte dabei ins Zielgelände, ohne jemanden zu verletzen.

Laut Informationen der Luftwaffe im Internet wurden die PC-7-Flugzeuge bei der Schweizer Armee seit 1982/83 benutzt. Die PC-7 konnte nach dem Zwischenfall sicher auf dem Flugplatz Samedan, Graubünden, landen, doch die Auftritte der Staffel wurden für über zwei Monate sistiert. Von ursprünglich 40 beschafften Maschinen waren im Jahr 2014 noch 28 im Einsatz.

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