Grausamer Mord an Sqeezer-Sänger: Angeklagte schweigen

Einstellen Kommentar Drucken

Nach dem gewaltsamen Tod des Musikers Jim Reeves in einem Hostel in Berlin haben sich seine mutmaßlichen Mörder vor Gericht in Schweigen gehüllt. Sie waren ebenso wie der 47 Jahre alte Sänger und Musikproduzenten Gast in dem Hostel. Februar 2016 quälten sie ihn in einem Sechs-Bett-Zimmer auf grausame Weise. Der Musiker starb qualvoll an seinen inneren Verletzungen. Sie sollen kurz vor der Tat mit Reeves, der in den 1990er Jahren mit seiner Band Sqeezer erfolgreich war, in einer Bar gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die mutmaßlichen Täter aus schwulenfeindlichen Motiven gehandelt haben.

Rund zwei Wochen nach dem Verbrechen konnte eine Mordkommission der Berliner Kriminalpolizei einen ersten Erfolg verbuchen: Einer der beiden polnischen Verdächtigen - beide sollen zur Tatzeit als Bauarbeiter in Berlin auf der Durchreise gewesen sein - wurde in Polen gefasst. Rund eineinhalb Jahre später beginnt am Mittwoch (9.30 Uhr) der Prozess wegen Mordes gegen zwei 23- und 30-jährige Männer.

1984 war Reeves bei einem Teilnehmerwettbewerb für die bundesweite C&A-Werbekampagne "Der Letzte Schrei" entdeckt worden. Nach einem Streit mit seiner Freundin sei er in die billige Unterkunft in Charlottenburg gezogen, berichteten Medien.

Comments