Opel könnte elektrische Automarke werden

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Der Autobauer Opel könnte nach der Übernahme durch den französischen PSA-Konzern zu einer rein elektrischen Marke werden.

Dagegen macht nun nach Informationen der "Mainzer Allgemeinen Zeitung" der Gesamtbetriebsrat Front. PSA-Chef Carlos Tavares weigerte sich im Interview mit der "Bild am Sonntag", die Jobs über 2018 hinaus zu garantieren, wenn die diesbezüglichen Verträge mit dem Betriebsrat auslaufen. "Der beste Weg, unser Unternehmen und die Belegschaft zu schützen, ist, profitabel zu sein", sagte der PSA-Chef. "Im Jahr 2023 werden rund 80 Prozent unserer Modelle elektrifiziert sein", sagte Tavares. Sei man besser, schneller und anpassungsfähiger als die Konkurrenz, "sind Arbeitsplätze automatisch sicher".

Opel-Chef Michael Lohscheller betonte in dem Gespräch, er wolle das Unternehmen schnell zurück in die Gewinnzone führen. "Ich verlange das. Das muss mir PSA nicht sagen". Dafür würden bis 2026 jährliche Synergien von 1,7 Milliarden Euro genutzt, etwa in den Bereichen Entwicklung und Einkauf.

Wem gehört bei Opel die Zukunft? . Laut den ursprünglichen Planungen soll der Mokka ab 2019 in Eisenach produziert werden.

PSA mit den Marken Peugeot, Citroen und DS hatte Opel vor kurzem von General Motors gekauft. Das Management in Rüsselsheim soll bis November ein Zukunftskonzept für den seit 1999 defizitären Autobauer vorlegen. Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall beschäftigten etwa 38.000 Mitarbeiter in sieben europäischen Ländern, die Hälfte davon in Deutschland. Die Beschäftigten in den deutschen Werken sind über einen Tarifvertrag bis Ende 2018 vor Entlassungen sicher.

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