Menasse und Franzobel auf der Shortlist des deutschen Buchpreises

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Damit sind rund die Hälfte der nominierten Werke im Suhrkamp-Verlag erschienen. Nicht den Sprung von der Long- auf die Shortlist schafften es die drei übrigen Österreicher: "Schau mich an, wenn ich mit dir rede!" von Monika Helfer, "Flugschnee" von Birgit Müller-Wieland sowie "Phantome" von Robert Prosser.

"Kühnes Denken: das ist es, was die Texte der Shortlist miteinander verbindet - bei aller thematischen und ästhetischen Unterschiedlichkeit", heißt es in einem Statement der österreichischen Jury-Sprecherin Katja Gasser. "Eine kleine, ungeheuerliche Menschheitsgeschichte auf gerade einmal knapp 600 spannenden Seiten", lobten die Juroren.

Gerhard Falkner, Franzobel, Thomas Lehr, Robert Menasse, Marion Poschmann und Sasha Marianna Salzmann bleiben im Rennen.

Die Orte und Geschichten sind weit gestreut: Gerhard Falkner nimmt uns in "Romeo oder Julia" mit dem Schriftsteller Kurt Prinzhorn auf Lesereise nach Innsbruck, Moskau und Madrid.

Thomas Lehr (Jahrgang 1957) verhandle in "Schlafende Sonne" "ausgehend von einem einzigen Tag, ein ganzes Jahrhundert und entwirft ein Geschichtslabyrinth, in dem er die komplexen Ereignisse und Verwerfungen souverän platziert und - im Wortsinn - neu zur Sprache bringt", begeisterten sich die Juroren.

Die Preisverleihung zum Deutschen Buchpreis findet am 9. Oktober in Frankfurt statt. Der Sieger erhält 25.000 Euro, die übrigen fünf Autoren der Shortlist jeweils 2.500 Euro.

In der Jury, die jedes Jahr neu zusammengesetzt wird, sind in diesem Jahr: Silke Behl (Radio Bremen), Mara Delius (Welt /Welt am Sonntag), Christian Dunker (Literaturmagazin Geistesblüten), Katja Gasser (les.art), Maria Gazzetti (Leiterin der Casa di Goethe in Rom), Tobias Lehmkuhl (freier Kritiker, Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, Deutschlandfunk), Lothar Schröder (Rheinische Post).

2016 wurde Bodo Kirchhoff für "Widerfahrnis" ausgezeichnet.

Der Deutsche Buchpreis wird seit 2005 vergeben.

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