Hoffenheims Ballbub war schneller als der FC Bayern

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Hier der Megaroutinier Carlo Ancelotti, dort der Youngster Julian Nagelsmann. Die Bayern müssen nach Hoffenheim, wo es in der vergangenen Saison für kein einziges Team der Liga zu einem Auswärtssieg reichte.

Auch diesmal hatte der Jungfuchs sich Cleveres ausgedacht. Weil der 30 Jahre junge "Trainer des Jahres 2016" in der Stunde des Triumphs nicht allzu schlau rüberkommen wollte, verwies er darauf, dass Neuer in dieser Hinsicht ein "super Vorbild" sei: Der Nationalkeeper würde das Spiel ständig beschleunigen und bekäme in der Allianz Arena auch immer schnell die Bälle zugeworfen. "Aber meine sind scheinbar nicht hundertprozentig gefragt", hatte er im "Bayerischen Rundfunk" gesagt. Mats Hummels schlug einen Ball, der schon im Seitenaus war, in hohem Bogen in die gegnerische Hälfte.

Ein 13-jähriger Balljunge bereitete mit einer schnellen Reaktion am Samstagabend das 1:0 vor. Derweil warf der Ballbub Andrej Kramaric ein zweites Spielgerät zu. Er dachte aber wohl wie die meisten Münchner, dass die Partie unterbrochen werden müsste, wenn zwei Bälle auf dem Feld sind - ein Irrglaube, weil der zweite Ball keinen Einfluss auf das Spielgeschehen hatte.

Thomas Müller steht im Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim in der Startelf.

Die Führung mag zur Pause glücklich gewesen sein, danach war sie es nicht mehr. Doch statt hart vor das Tor zu passen, sah er den im Rückraum heraneilenden Uth, servierte mustergültig und beobachtete dann verzückt, wie der Kollege den Ball ins linke Eck drosch (51.).

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