Frankreichs Linke mobilisiert gegen Macron

Einstellen Kommentar Drucken

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach seiner jüngsten Äußerung, er werde mit seiner Reformpolitik "weder vor den Faulenzern, noch den Zynikern, noch den Extremen zurückweichen", heftige Kritik einstecken müssen.

Zwar sagte der sozialliberale Staatschef nicht, wen genau er mit "Faulenzern" meint. Der unterlegene linke Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Melenchon sagte: "Macron mag die Franzosen nicht". Und auch die Front-National-Chefin Marine Le Pen ätzte: "Die Liebeserklärungen Macrons an die Franzosen mehren sich".

Jetzt - nur einen Tag vor den angekündigten Protesten gegen die Arbeitsmarktreform - verteidigte Macron seine Wortwahl. Er bedaure seine Wortwahl "überhaupt nicht", sagte Macron am Montag bei einem Besuch in der südfranzösischen Stadt Toulouse.

Schon in der Vergangenheit hatte Macron mit provokativen Äußerungen für Aufsehen gesorgt.

In Frankreich haben die Gewerkschaften mit einem ersten großen Aktionstag gegen die Arbeitsmarktreform von Staatschef Macron protestiert. Im Kampf gegen die vergleichsweise hohe Arbeitslosigkeit will die neue Regierung in Frankreich den Unternehmen mehr Freiheiten gewähren.

Die kommunistische CGT und eine Reihe anderer Gewerkschaften sehen den Flexibilisierungskatalog als direkten Angriff auf die sozialen Errungenschaften der V. Republik: "Diese Zerschlagung des Arbeitsrechts", so ein Aufruf, "wird nur die Prekarität verstärken und die Armut vorantreiben - so, wie in Deutschland und England". Mit der Reform sollen unter anderem Entschädigungen für ungerechtfertigte Kündigungen gedeckelt werden.

Comments