Finanzloch in Millionenhöhe bei der documenta

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Aufsichtsratsmitglied Rabani Alekuzei bestätigte dem hr am Dienstag einen entsprechenden Bericht der HNA. In dieser Sondersitzung stellte die Geschäftsführung die finanzielle Lage der Gesellschaft dar.

"Der Betrieb der aktuell laufenden d14 ist bis zu ihrem planmäßigen Abschluss am 17. September 2017 in jedem Fall gewährleistet", versicherte der Oberbürgermeister. Nachdem mir dies erstmals am 28. August 2017 mitgeteilt wurde, habe ich unverzüglich eine Sondersitzung des Aufsichtsrats für den 30. August 2017 einberufen. "Dazu werden derzeit Sicherheitszusagen der Gesellschafter vorbereitet, damit die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft wieder sichergestellt wird". Gründe für das hohe Defizit sind laut dem SPD-Stadtverordneten Alekuzei ein Besuchereinbruch im August, die hohen Sicherheitskosten in Kassel und Athen sowie hohe Heizkosten in Athen. Wir wollen die Fortführung der documenta in Kassel als Ausstellung zeitgenössischer Kunst von Weltrang.

Die Gesellschafter sind sich der herausragenden Bedeutung der documenta für die Stadt Kassel und Land Hessen bewusst.

Kunstminister Boris Rhein (CDU) äußerte sich zurückhaltend. Überdies hat der Aufsichtsrat eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einer Sonderprüfung beauftragt.

Zur Halbzeit der documenta hatten die Macher um Szymczyk noch eine positive Zwischenbilanz gezogen.

Kunstinteressierte sahen sich die Ausstellung im Friedricianum und den weiteren Ausstellungsorten bis zur Halbzeit Ende Juli an. Ebenso die Geschäftsführerin Annette Kulenkampf: "Sehr zufrieden können wir auf den bisherigen Verlauf der documenta 14 in Athen und Kassel zurückblicken", sagte sie. Die Ausstellung in Athen war bereits Mitte Juli nach 100 Tagen zu Ende gegangen.

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