Tote nach Anschlag auf Polizisten in Ägypten

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Kairo - Die Terrormiliz Islamischer Staat hat auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel einen Polizeikonvoi überfallen und 18 Polizisten getötet. Sie reklamierte auch mehrere Attacken auf christliche Kopten für sich, bei denen mehr als hundert Menschen getötet worden waren.

Das ägyptische Innenministerium bestätigte den Vorfall, nannte aber zunächst keine Opferzahl. Laut der Nachrichtenagentur Reuters ist jedes der 18 Opfer ein Polizist. Ob Zivilisten unter den Opfern sind, ist nicht bekannt. Die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat über ihr Sprachrohr Amaq für sich.

Sicherheitskreise, auf die sich die deutsche Presse-Agentur bezieht, berichteten, dass eine Bombe nahe einer Patrouille in der Provinzhauptstadt Al-Arisch explodiert sei. Anschließend sei ein Feuergefecht ausgebrochen. Die Angreifer hätten unter anderem drei gepanzerte Fahrzeuge zerstört. Zudem droht die ägyptische Regierung mit hohen Strafen, falls Informationen veröffentlicht werden, die der offiziellen Linie widersprechen. Dabei starben Hunderte Polizisten und Soldaten. Sieben weitere Beamte seien verletzt worden, verlautete am Montag aus ägyptischen Militär- und Polizeikreisen.

Auf dem Sinai kommt es seit dem Militärputsch gegen den Präsidenten und Muslimbruder Mohamed Mursi 2013 zu Anschlägen islamistischer Gruppierungen.

Die Berichterstattung über Ereignisse auf der Sinai-Halbinsel ist schwierig, weil das Sperrgebiet für viele Journalisten unzugänglich ist.

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