O2: Hotline-Beschwerden reißen nicht ab

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Vor knapp einem Jahr sorgte die miserable Erreichbarkeit der O2-Hotline bundesweit für Schlagzeilen.

Wie laut Handelsblatt aus einem Schreiben des Bundesnetzagentur-Präsidenten Jochen Homann an Nicole Maisch, verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, hervorgeht, seien bei der Agentur in diesem Jahr 317 Beschwerden eingegangen.

"Die faktische Nichterreichbarkeit der Hotline hat zu einem deutlichen Anstieg der Warteschleifenbeschwerden geführt" heißt es darin. Die Angaben der Netzagentur beziehen sich auf die ersten sieben Monate 2017.

o2 Hotline-Beschwerden - Die Probleme an der o2-Hotline scheinen nach wie vor nicht vollständig behoben.

Rechtlich sei daran allerdings nichts zu beanstanden - die lange Warteschleife mag bei Anrufern nicht auf Begeisterung stoßen, verboten ist ihr Einsatz aber nicht.

Die Zuständigkeiten seines Hauses wären damit eigentlich ausgeschöpft gewesen, sagte er. Der Behördenchef sei offen für eine zusätzliche Regulierung auf diesem Feld.

Die Bundesregierung prüft derzeit, ob der Gesetzgeber eine bessere Erreichbarkeit der Hotlines erzwingen könne.

Die Grünen-Politikerin Maisch, an die der Brief gerichtet war, erklärte gegenüber dem Handelsblatt, dass es eine Frechheit sei, wenn Unternehmen wie Telefónica "sich vom Servicegedanken abwendeten und die Kunden nach Vertragsabschluss im Regen stehen ließen". "Da muss zügig Abhilfe geschaffen werden", so Maisch.

Ein Sprecher von Telefónica Deutschland sagte Golem.de auf Anfrage: "Als größter Mobilfunkanbieter in Deutschland verzeichnen wir ein hohes Anfragevolumen, da wir mit rund 50 Millionen Kunden deutschlandweit über den größten Kundenstamm im Markt verfügen". O2 erklärte, die Erreichbarkeit und durchschnittlichen Wartezeiten hätten sich im Jahresverlauf - insbesondere in den vergangenen Wochen und Monaten - "sukzessive verbessert". Dass die Hotline nicht erreichbar sei, sei eine unzutreffende Aussage. Auch im Festnetz-Bereich seien Verbesserungen erzielt worden.

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