Immer mehr Bieter für Air Berlin

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Wöhrl will also den Wet-Lease-Deal zwischen Air Berlin und der Deutschen Lufthansa wieder zurückdrehen, der seit Jahresanfang in Kraft ist und im Zuge dessen Air Berlin 38 Maschinen mitsamt Crew an Deutschlands größte Fluggesellschaft vermietet.

Komme es zu keiner Beteiligung anderer Luftfahrtunternehmen, sei Wöhrls Aurum Project AG zusammen mit ihren Investoren auch in der Lage, die Sanierung von Air Berlin "allein zu wagen".

Der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl bietet 500 Millionen Euro für die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin.

Gebote für Air Berlin können bis zum 15. September abgegeben werden. Die Leitung stellte aber klar, dass die Mitarbeiter nicht zu Air-Berlin-Konditionen, sondern zu Konditionen der Billig-Tochter Eurowings eingestellt werden könnten. Aus kartellrechtlichen Gründen wird diese die Air Berlin jedoch nicht als Ganzes übernehmen können. Die Bieterfrist endet am Freitag. Seine Beteiligungsfirma Intro habe am Sonntag ein entsprechendes Angebot übermittelt. Das hatte aber den Grund, dass Air Berlin eine Vertraulichkeitserklärung gefordert hatte, die in den Augen von Wöhrls Firma nicht geeignet war, um die angestrebte Lösung umzusetzen. Die Flüge finden dann unter dem Namen und der Flugnummer der Partner statt, verbunden mit dem Hinweis "Operated by Air Berlin".

Auch der Berliner Unternehmer Skora will die insolvente Fluggesellschaft kaufen und bietet gemeinsam mit einem Konsortium aus israelischen, kanadischen und US-Investoren für das Unternehmen. Nun hat Hans Rudolf Wöhrl seinen Hut mit einem stattlichen Gebot in den Ring geworfen.

"Air Berlin soll unter eigenem Namen wichtige innerdeutsche Verbindungen, sowie ein stabiles Angebot ex Berlin und ex Düsseldorf betreiben", skizzierte Wöhrl die Pläne.

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