Je einfühlsamer der Arzt, desto gesünder der Patient

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Ein Arzt, der sich Zeit nimmt, wirkt auf seine Patienten meist sehr viel einfühlsamer.

Erscheinen Ärzte ihren Patienten einfühlsam, verbessert das den Behandlungserfolg unmittelbar und ohne Zusatzkosten.

Begegnen Ärzte ihren Patienten mit Empathie für deren individuelle Situation, kann sich das als vorteilhaft für ihre Arbeit erweisen: Mehr Adhärenz und Zufriedenheit mit der Praxis, weniger Schmerzen und Angst - dies und mehr kann Einfühlsamkeit bewirken, meldet die Hochschule Coburg.

Wissenschaftler der Einrichtung haben dies zusammen mit Kollegen aus München, Oxford und Vilnius in einer neuen Untersuchung herausgefunden. Ein wichtiges Kriterium ist hier das Gespräch zwischen Arzt und Patient. Je länger es dauert, umso mehr fühlen sich Patienten verstanden. Und Ärzte in angelsächsischen Ländern scheinen häufiger den richtigen Ton zu finden als deutsche Mediziner. Am empathischsten werden Ärzte in Australien, den USA und Großbritannien bewertet. Das liege auch an der zusätzlichen Belastung durch bürokratische Arbeiten. Ein Viertel ihrer Arbeitszeit müssen Therapeuten für Schreibtätigkeiten und Protokolle verwenden. Der persönliche Kontakt zu Patienten bleibt auf der Strecke, heißt es.

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