Studie: Herzschwäche durch zu hohen Salzkonsum

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Dieser übermäßige Salzkonsum hat insbesondere auf das Herzkreislaufsystem eine äußerst nachteilige Wirkung. Auf dem ESC haben finnische Forscher nun Studiendaten präsentiert, die eine Verbindung von Salz und Herzinsuffizienz herstellen.

Hoher Salzkonsum ist eine maßgebliche Ursache für hohen Blutdruck und ein bekannter Risikofaktor für Schlaganfall und Koronare Herzkrankheit (KHK). Das zeigt eine groß angelegte finnische Studie mit mehr als 4.000 Teilnehmern, die auf dem Europäischen Kardiologiekongress (ESC) in Barcelona vorgestellt wurde, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Pekka Jousilahti vom National Institute for Health and Welfare in Helsinki untersuchte in der im "European Heart Journal" publizierten Studie, ob Salz auch zu einem Herzinsuffizienz-Risiko beiträgt. So waren "die Forscher nicht auf die Eigenangaben der Probanden angewiesen", erläutert die DGK.

Ein hoher Salzkonsum erhöht das Risiko für eine Herzschwäche deutlich.

BARCELONA. Wer viel Salz zu sich nimmt, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Herzinsuffizienz.

Im Beobachtungszeitraum von zwölf Jahren entwickelten 121 der 4630 Studienteilnehmer eine Herzschwäche.

"Der übliche Salzkonsum liegt auch in Deutschland weit über diesen Empfehlungen", so Prof. (Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt einen maximalen Salzkonsum von fünf Gramm pro Tag).

Einer Studie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zufolge nehmen Männer in Deutschland im Schnitt täglich 10 Gramm Salz und Frauen 8,4 Gramm zu sich. Auch die Ergebnisse der aktuellen Studie seien "ein weiterer Hinweis, dass der kardiovaskulären Prävention durch geeignete Ernährung und andere Lebensstilmaßnahmen noch viel mehr Bedeutung zukommen sollte", betont Prof.

Etwa 80 Prozent der täglichen Salzzufuhr stammen nach den Angaben der deutschen Verbraucherzentrale aus verarbeiteten Lebensmitteln. Hauptquellen sind Brot und Gebäck, Fleisch- und Wurstwaren sowie Milchprodukte und Käse. Häufig enthalten auch diverse Fertiggerichte und Instantsuppen sehr viel Salz, ebenso Knabbergebäck. So müsste auf vielen Ebenen ein Umdenken stattfinden, um insgesamt die Salzaufnahme deutschlandweit deutlich zu reduzieren und damit die gesundheitlichen Folgen des hohen Salzkonsums zu minimieren.

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