Gemüsechips sind oft Kalorienbomben

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Keine so gute Idee, meint die Stiftung Warentest.

Rote Bete ist drin, Karotte, Pastinake und Süßkartoffel: Das klingt gesund.

Noch dazu wurden bei vier Chips-Sorten bedenkliche Stoffe gefunden. Der hohe Gehalt an Salz, Fett und Zucker lässt sich dadurch aber nicht aufwiegen. Nur drei Produkte erhielten gute Noten. Bedenkliche Mengen Acrylamid wurden in den Chips von Netto Marken-Discount, in den Svenska-Bio-LantChips und den Tegut-Gemüse-Kesselchips festgestellt.

► In Tierversuchen zeigte sich, dass Acrylamid Krebs auslösen und das Erbgut schädigen kann.

Mit mangelhaft bewerteten die Tester auch die Chips von Tyrrells.

In einem Produkt war die Rote Bete stark mit Nitrat belastet. Es kann im Körper zu Nitrit und dann zu Nitrosaminen reagieren, die ebenfalls als krebserregend gelten. Viele dieser Verbindungen haben bei Tierversuchen gezeigt, dass sie krebserregend sind.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam vor kurzem das CVUAS (Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart). "Mit Blick auf die von unseren Lebensmittelchemikern nachgewiesenen Inhaltsstoffe in 56 Gemüsechips-Proben ist dies ein Trugschluss". Die Verbraucherexperten nahmen 15 Gemüsechips-Mischungen unter die Lupe. Wirsing-Chips hingegen hatten geringere Acrylamid-Werte.

Gemüsechips sind keine gesunde Alternative zu Kartoffelchips! Namentlich hatten die Seeberger Veggie Chips (1,7, 100 Gramm für 4,15 Euro), die Funny Frisch Veggie Chips gesalzen (1,9, 100 Gramm für 3,20 Euro) und die Trafo Vegetable Chips (2,3, 100 Gramm für 3,70 Euro) bei der Untersuchung die Nase vorn. Und viele Kunden greifen zu: Schließlich steckt vor allem Gemüse in den Tüten, oft sogar in Bio-Qualität. Allerdings liegt der Fettanteil bei 28 bis 37 Prozent.

Der ausführliche Test erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift "test" (ab 31.08.2017 am Kiosk) und ist jederzeit unter www.test.de/gemuesechips abrufbar.

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