ARD trennt sich von TV-Experte Mehmet Scholl

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Scholl war neun Jahre lang Fußballexperte im Ersten, zuletzt war es aber wegen der Doping-Berichterstattung im Rahmen des Confed Cup in Russland zum Streit gekommen. Doch dann schilderte der Münchner am Wochenende in seiner Radiosendung "Mehmets Schollplatten" noch einmal den Fall aus seiner Sicht. Da habe ich gesagt: Ich gehe.

In Summe war das der ARD dann wohl doch zu viel, am Donnerstagmorgen gaben Sender und Experte die Auflösung ihres Kooperationsvertrags bekannt. "Mehmet ist uns sehr wichtig". "Die Redaktionen sind für den Inhalt zuständig, die Experten für die Meinung", betonte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. Scholl habe zugesagt, "dass das nicht wieder passieren wird". Am heutigen Donnerstag folgt nun via Pressemitteilung die Verkündung der Vertragsauflösung.

Balkausky erklärt: "Wir bedanken uns bei Mehmet Scholl für die großartige Zeit mit einem meinungsstarken, streitbaren und originellen Experten, der unsere Sendungen extrem bereichert hat". Scholl sagte, die Arbeit habe ihm immer viel Spaß gemacht und bedankte sich für „tolle und ereignisreiche Jahre“.

Eigentlich hätte Scholl am Montag beim DFB-Pokalspiel zwischen Hansa Rostock und Hertha BSC sein Comeback feiern sollen. Während des Confed-Cups war Thomas Hitzlsperger eingesprungen.

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