Wird Trump zum Militärschlag gegen Nordkorea ausholen?

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Die USA und Südkorea erörterten "mögliche militärische Antwortoptionen", wie das Pentagon mitteilte. Auch Japan ist alarmiert. "Aber bisher tun sie nichts für uns mit Nordkorea, sie reden nur". Das russische Militär erklärte derweil, nach seinen Erkenntnissen habe es sich vermutlich um eine Mittelstreckenrate gehandelt. Unklar war, ob die Rakete vom Typ Hwasong 14 auch einen Atomsprengkopf tragen kann. Daraufhin revidierten ausländische Sicherheitsexperten ihre Risikoanalysen drastisch. Der Pentagon-Sprecher betonte, dass der Raketentest keine Gefahr für Nordamerika dargestellt habe. Die Staatsführung in Pjöngjang sprach nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA von einer "ernsten Warnung" an die USA, deren gesamtes Territorium getroffen werden könne. Abe berief eine Sitzung des nationalen Sicherheitsrats ein. Pjöngjang hatte den USA erst am Dienstag mit einem Atomangriff gedroht, sollten die Amerikaner versuchen, die Regierung in Pjöngjang zu stürzen. "Wir denken, dass die Atompolitik Nordkoreas und der Handel zwischen China und den Vereinigten Staaten zwei Themen sind, die in komplett unterschiedliche Bereiche fallen", sagte der chinesische Vize-Handelsminister Qian Keming am Montag in Peking.

US-Präsident Donald Trump bezeichnete jüngsten Raketentest Nordkoreas als "rücksichtlose und gefährliche Aktion". Zum zweiten Mal testet Nordkorea eine Interkontinentalrakete, die beinahe Japan erreicht. In Washington hatte das heftigen Protest und besorgte Reaktionen ausgelöst.

Berlin (Reuters) - Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat den erneuten nordkoreanischen Raketentest "auf das Schärfste" verurteilt. China gilt als wichtigster Verbündeter der international weitgehend isolierten Führung in Pjöngjang. Trotz wiederholter Bemühungen um eine friedliche Lösung auch auf internationaler Ebene sei Nordkorea "über diese Bemühungen hinweggetrampelt und die Lage unilateral zur Eskalation gebracht". Nordkorea habe damit gegen zahlreiche Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstoßen, kritisierte der Auswärtige Dienst der Europäischen Union.

Experten zufolge ist Nordkorea allerdings noch Jahre davon entfernt, eine Interkontinentalrakete mit einem atomaren Sprengkopf bestücken zu können. Die Vereinten Nationen lehnen Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm ab und haben deswegen Sanktionen gegen das Land verhängt.

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